Künstliche Intelligenz ist längst im Krankenhausalltag angekommen – oft jedoch nicht in kontrollierten, sondern in spontanen, unregulierten Anwendungen. Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte oder Verwaltungspersonal greifen schnell zu frei verfügbaren Tools wie ChatGPT, um Texte zu formulieren, Analysen zu erstellen oder komplexe Informationen aufzubereiten. Dieses Phänomen, häufig als „Schatten-KI“ bezeichnet, wirkt auf den ersten Blick praktisch und zeitsparend, birgt aber erhebliche Risiken: Wer Patientendaten in externe Systeme einspeist, kann nicht nur die Schweigepflicht verletzen, sondern sich auch erheblichen straf- und datenschutzrechtlichen Konsequenzen aussetzen.
