Technologiepartnerschaften als Weg aus der Finanzkrise der Kliniken?

Die Unterfinanzierung der Krankenhäuser bleibt ein ungelöstes Problem. Fehlende finanzielle Mittel für dringend notwendige
Investitionen stellen die meisten Kliniken vor große Probleme. Für geplante und strukturierte Beschaffung von Medizintechnik stehen nur wenige Finanzmittel zur Verfügung.

Mithilfe alternativer Finanzierungslösungen können Krankenhäuser in die Lage versetzt werden, den meist umfangreichen Gerätepark auf dem neuesten Stand zu halten. Eine der Möglichkeiten ist der Abschluss von langjährigen Verträgen im Rahmen der sog. Technologiepartnerschaft. Da jedoch der Abschluss solcher Verträge, insbesondere im Rahmen von öffentlichen Ausschreibungen, sehr komplex ist, gehen bisher nur wenige Kliniken diesen Weg. Die fehlenden Erfahrungen der Kliniken mit solchen Modellen und die nicht vorhandenen Standards führen (noch) zu starker Zurückhaltung. Mit strukturiertem Projekt- und Change-Management können jedoch die Risiken sehr stark minimiert werden.

Die Zusammenstellung der Module einer Technologiepartnerschaft erfolgt grundsätzlich projektbezogen. Ein allgemein verbindlicher Standard existiert nicht. Üblicherweise bestehen die Leistungen einer Technologiepartnerschaft aus der Bereitstellung der Geräte und des Zubehörs, der Finanzierung und Versicherung der Systeme sowie der Bewirtschaftung (Service, Wartung, Reparaturen) über die gesamte Vertragslaufzeit. Meist wird auch eine Innovationsregelung einbezogen, d.h. die Sicherstellung der diagnostischen Qualität durch definierten Geräteaustausch, Upgrades etc. zu festgelegten Zeitpunkten.

In der aktuellen Ausgabe der Krankenhaus Umschau (KU 12/2019) geht Adam Pawelek auf die einzelnen Projektstufen einer Technologiepartnerschaft bei der Beschaffung von Ultraschallgeräten ein und stellt die optimale Vorgehensweise vor.

Adam Pawelek
projectontime.de

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