Warum ein Rechtsanwalt allein keinen guten EVB-IT-Vertrag erstellen kann?

Ein Vertrag entsteht aus dem Sachverhalt. Nicht aus der Konserve.

Dieser Gedanke beschreibt sehr präzise, worauf es bei guter Vertragsgestaltung ankommt. Ein Vertrag soll nicht nur juristisch korrekt sein. Er muss das tatsächliche Geschäft abbilden und erkennen lassen, welche Leistung erbracht werden soll, wer welche Verantwortung übernimmt, wie Risiken verteilt werden und welche wirtschaftlichen Ziele die Beteiligten verfolgen.

Gerade bei komplexen IT-Projekten reicht juristische Expertise allein deshalb nicht aus.Weiterlesen

Rollenwechsel im Krankenhauseinkauf: Der Einkäufer als Dirigent von KI-Systemen

Der Einkauf im Krankenhaus befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Der Klinikeinkauf entwickelt sich in den kommenden zwei bis drei Jahren stärker den je zu einer strategischen Steuerungsrolle. Einkäufer werden zu Dirigenten eines komplexen Orchesters aus autonomen KI-Assistenten, Datenquellen und digitalen Entscheidungshelfern. Nicht die einzelne Bestellung steht im Mittelpunkt, sondern die Orchestrierung intelligenter Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Auslöser dieses Wandels ist nicht allein die Digitalisierung, sondern der zunehmende Einsatz autonomer KI-Systeme, die große Teile der bisherigen Einkaufsarbeit eigenständig übernehmen können.Weiterlesen

Ausschreibung von KI-Lösungen

Vergabe von KI-Lösungen: Worauf es in der Ausschreibung ankommt

Künstliche Intelligenz lässt sich nicht sinnvoll wie klassische Software ausschreiben. Wer KI-Lösungen mit detaillierten technischen Vorgaben oder rein preisgetriebenen Wertungen beschafft, riskiert Fehlentscheidungen, Innovationsverluste und spätere Umsetzungsprobleme. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Vergabe liegt deshalb nicht in mehr Technik, sondern in der richtigen Struktur der Ausschreibung.Weiterlesen

Milton-Modell

Verhandlungen: Mit Sprache führen, ohne zu manipulieren

In Verhandlungen kommt es nicht nur auf Fakten und Argumente an – entscheidend ist oft, wie etwas gesagt wird. Das gilt insbesondere für Veränderungsprozesse in Organisationen, in denen Unsicherheit, Skepsis und Widerstand häufig präsent sind. Das Milton-Modell, benannt nach dem Hypnotherapeuten Milton Erickson, ist ein sprachliches Werkzeug, das ursprünglich aus der Hypnotherapie stammt, heute aber in Coaching, Rhetorik und Verhandlungstaktik weit verbreitet ist. Gerade in Change-Verhandlungen – etwa mit Führungskräften, Betriebsräten oder Projektteams – kann es helfen, Vertrauen aufzubauen, innere Zustimmung zu fördern und den Gesprächsrahmen gezielt zu steuern, ohne Druck auszuüben. Statt mit reinen Argumenten zu konfrontieren, eröffnet das Milton-Modell neue Denk- und Möglichkeitsräume – eine Fähigkeit, die in Transformationsphasen oft entscheidend ist.Weiterlesen

khzg-Ausschreibung

Unterliegen die KHZG-Projekte dem Vergaberecht?

Die Möglichkeit, wichtige Digitalisierungsprojekte über die Fördermittel aus dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHZG) zu finanzieren, ist eine große Chance für viele deutsche Kliniken. Fraglich ist, ob dabei das öffentliche Vergaberecht beachtet werden muss und die Projekte damit ausgeschrieben werden müssen.Weiterlesen

Eckpunktepapier des BMWi zur Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft oder „Hans guck in die Luft“

„Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 31.05.2017 ein Eckpunktepapier „Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft“ vorgelegt. [1] Das BMWi hat dort zutreffend festgestellt, das das Tempo der Digitalisierung in der Gesundheitswirtschaft zu langsam sei und ein massiver Ausbau der digitalen Infrastruktur in Krankenhäusern notwendig sei. Soweit so gut. Applaus bitte!

Weiterlesen