Ausschreibung von KI-Lösungen

Vergabe von KI-Lösungen: Worauf es in der Ausschreibung ankommt

Künstliche Intelligenz lässt sich nicht sinnvoll wie klassische Software ausschreiben. Wer KI-Lösungen mit detaillierten technischen Vorgaben oder rein preisgetriebenen Wertungen beschafft, riskiert Fehlentscheidungen, Innovationsverluste und spätere Umsetzungsprobleme. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Vergabe liegt deshalb nicht in mehr Technik, sondern in der richtigen Struktur der Ausschreibung.Weiterlesen

Unstrukturierte KI-Einführung im Krankenhaus: Warum aktionistische Insellösungen gefährlich sind

Unstrukturierte KI-Einführung im Krankenhaus: Warum aktionistische Insellösungen gefährlich sind

Die zunehmende Verfügbarkeit generativer und analytischer KI-Tools verführt zahlreiche Krankenhäuser dazu, schnelle, punktuelle Lösungen einzukaufen – etwa Software zur automatisierten Erstellung von Patientenbriefen, KI-gestützte Telefonassistenten oder Tools zur intelligenten Dokumentation. Dieser aktionistische Zugriff erscheint kurzfristig attraktiv, erzeugt aber langfristig erhebliche Risiken. Die Einführung von KI im Krankenhaus ohne strukturierten Rahmen kann zu Lock-In-Effekten, ineffizienten Insellandschaften, Sicherheitsproblemen und Verstößen gegen regulatorische Vorgaben wie den EU AI Act führen.Weiterlesen

KI im Krankenhauseinkauf: Die größten Bedenken – und wie man ihnen strategisch begegnet

Die aktuellen Ergebnisse einer kleinen Umfrage von Zukunft Krankenhauseinkauf  mit der Fragestellung: „Welche Risiken oder Bedenken haben Sie beim Einsatz von KI?“ zeigen deutlich, welche Themen die Verantwortlichen im Gesundheitswesen am meisten beschäftigen. Besonders auffällig ist die Verteilung der Stimmen: Während Datenschutz mit 40 Prozent der Antworten weiterhin ein dominierendes Thema bleibt, liegen Fehlentscheidungen durch KI mit 47 Prozent sogar noch darüber. Diese beiden Aspekte verdeutlichen, wie stark der Wunsch nach Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle den Diskurs prägt, wenn KI-Lösungen in komplexe Beschaffungsprozesse integriert werden sollen.Weiterlesen

KI im Krankenhaus: Wie Fine-Tuning-Rechte, Insolvenzrisiken und Vertrags-Lock-ins die Kontrolle über klinische Prozesse gefährden

Der Einsatz generativer KI im Krankenhaus wird zunehmend interessant für viele Kliniken. Von automatisierter Dokumentation über Kodierunterstützung bis hin zu Entscheidungsassistenzsystemen sind enorme Effizienzgewinne denkbar. Gleichzeitig ist dies jedoch mit einer neuen Form der Abhängigkeit verbunden, die weit über frühere IT-Risiken hinausgeht und die bei KI-Projekten bedacht werden sollte. Besonders brisant wird es dort, wo Krankenhäuser Teile ihrer Prozesslogik an externe Modelle delegieren und Anbieter vertraglich Rechte an Fine-Tuning-Ergebnissen behalten.

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Fusionen der Einkaufsgemeinschaften: Risiken für Krankenhäuser, Chancen für Lieferanten

In der Welt des Gesundheitswesens stehen Veränderungen selten unter dem Motto „weniger ist mehr“. Wer groß ist- hat die Macht. So glaubt man wohl, in dem eine Einkaufsgemeinschaft mit einer anderen fusionieren will. So will bekannterweise die Prospitalia mit der Sana fusionieren, die AGKAMED mit der GDEKK und Clinicpartner mit PEG.

Wenn sich zwei große Einkaufsgesellschaften zusammenschließen, bedeutet das nicht nur neue Logos auf PowerPoint-Folien, sondern ein ganzes Bündel an Umwälzungen – strategisch, operativ und wirtschaftlich. Besonders Krankenhäuser als Kunden und Lieferanten als Partner stehen dann vor fundamentalen Fragen: Wo liegen die Risiken? Wer kann profitieren? Und wie navigiert man sicher durch diese Transformationsprozesse?

Ein Blick auf die typischen Phasen solcher Fusionen zeigt, wo sich Fallstricke verstecken und wo kluge Akteure echte Vorteile erzielen können.

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Security-GAU

localmind.ai und der Security-GAU: Eine Katastrophe mit Ansage?

Künstliche Intelligenz begeistert Unternehmen und Organisationen durch ihre Möglichkeiten, Daten zu analysieren, Prozesse zu automatisieren und Innovationen zu fördern. Doch die Schattenseite dieser Entwicklung zeigt sich spätestens dann, wenn die IT-Sicherheit vernachlässigt wird. Der aktuelle Sicherheitsvorfall beim österreichischen KI-Startup localmind.ai ist ein warnendes Beispiel dafür, wie gravierend die Folgen einer falschen Priorisierung beim Aufbau von KI-Plattformen sein können.Weiterlesen

KI-Krankenhaus-MIT-Studie

Warum 95 % der KI-Projekte scheitern – und wie Unternehmen echten Mehrwert schaffen

Künstliche Intelligenz ist spätestens seit der Einführung von ChatGPT und anderen generativen Modellen das Top-Thema der digitalen Transformation in vielen Unternehmen. Doch zwischen Hype und Realität klafft eine Lücke: Die aktuelle MIT-Studie „The GenAI Divide: State of AI in Business 2025“ liefert einen ernüchternden Befund – 95 % aller KI-Pilotprojekte in Unternehmen scheitern und erzielen keinen messbaren ROI. Die Probleme liegen aber nicht in der KI selbst.Weiterlesen

KI-im-Krankenhaus-Gate-Modell

KI im Krankenhaus: Warum ein Gate-Modell KI wirklich nutzbar macht

KI wird im Klinikalltag nur dann zum Gewinn, wenn Einführung und Betrieb strukturiert, nachvollziehbar und rechtskonform gesteuert werden. „Strukturiert“ heißt: Jeder Anwendungsfall folgt demselben klar definierten Ablauf — von der Idee bis zum Regelbetrieb. „Nachvollziehbar“ bedeutet: Entscheidungen, Risiken und Verantwortlichkeiten sind dokumentiert und auditfähig. „Rechtskonform“ verlangt die frühzeitige Einbindung der maßgeblichen Regelwerke: Datenschutz (DSGVO), Medizinprodukterecht, IT-Sicherheitspflichten sowie der EU AI Act. Genau dafür eignet sich ein Gate-Modell. Es verhindert späte Überraschungen, senkt Implementierungsrisiken und schafft verlässliche Entscheidungsgrundlagen für die Geschäftsführung.Weiterlesen

Schatten-KI im Krankenhaus

Schatten-KI im Krankenhaus – ein unterschätztes Risiko

Künstliche Intelligenz ist längst im Krankenhausalltag angekommen – oft jedoch nicht in kontrollierten, sondern in spontanen, unregulierten Anwendungen. Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte oder Verwaltungspersonal greifen schnell zu frei verfügbaren Tools wie ChatGPT, um Texte zu formulieren, Analysen zu erstellen oder komplexe Informationen aufzubereiten. Dieses Phänomen, häufig als „Schatten-KI“ bezeichnet, wirkt auf den ersten Blick praktisch und zeitsparend, birgt aber erhebliche Risiken: Wer Patientendaten in externe Systeme einspeist, kann nicht nur die Schweigepflicht verletzen, sondern sich auch erheblichen straf- und datenschutzrechtlichen Konsequenzen aussetzen. 

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KI im Krankenhaus: Umsetzung der KI-Verordnung in der Praxis – Teil 2

Der Rat der 27 EU-Mitgliedstaaten hat am 21. Mai 2024 den AI Act verabschiedet und damit einen einheitlichen Rechtsrahmen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Europäischen Union geschaffen.

Mit dem AI Act (in Deutschland auch: KI-Verordnung) liegt weltweit erstmals ein umfassendes Regelwerk für den Umgang mit KI vor. Ab Februar bzw. ab August 2025 sind erste Bestimmungen auch für Krankenhäuser in Kraft getreten. Im ersten Teil wurde erläutert, warum der AI-Act auch von Kliniken zu beachten ist, welche Rollen nach der KI-Verordnung Krankenhäuser einnehmen und wie die KI klassifiziert wird.  Im nachfolgenden zweiten Teil erfahren Sie welche Pflichten auf die Krankenhäuser zukommen und welche Verbindung zu den Regelungen der DSGVO besteht.

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