Der Einkauf im Krankenhaus befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Der Klinikeinkauf entwickelt sich in den kommenden zwei bis drei Jahren stärker den je zu einer strategischen Steuerungsrolle. Einkäufer werden zu Dirigenten eines komplexen Orchesters aus autonomen KI-Assistenten, Datenquellen und digitalen Entscheidungshelfern. Nicht die einzelne Bestellung steht im Mittelpunkt, sondern die Orchestrierung intelligenter Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Auslöser dieses Wandels ist nicht allein die Digitalisierung, sondern der zunehmende Einsatz autonomer KI-Systeme, die große Teile der bisherigen Einkaufsarbeit eigenständig übernehmen können.Weiterlesen
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Vergabe von KI-Lösungen: Worauf es in der Ausschreibung ankommt
Künstliche Intelligenz lässt sich nicht sinnvoll wie klassische Software ausschreiben. Wer KI-Lösungen mit detaillierten technischen Vorgaben oder rein preisgetriebenen Wertungen beschafft, riskiert Fehlentscheidungen, Innovationsverluste und spätere Umsetzungsprobleme. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Vergabe liegt deshalb nicht in mehr Technik, sondern in der richtigen Struktur der Ausschreibung.Weiterlesen
KI im Krankenhauseinkauf: Die größten Bedenken – und wie man ihnen strategisch begegnet
Die aktuellen Ergebnisse einer kleinen Umfrage von Zukunft Krankenhauseinkauf mit der Fragestellung: „Welche Risiken oder Bedenken haben Sie beim Einsatz von KI?“ zeigen deutlich, welche Themen die Verantwortlichen im Gesundheitswesen am meisten beschäftigen. Besonders auffällig ist die Verteilung der Stimmen: Während Datenschutz mit 40 Prozent der Antworten weiterhin ein dominierendes Thema bleibt, liegen Fehlentscheidungen durch KI mit 47 Prozent sogar noch darüber. Diese beiden Aspekte verdeutlichen, wie stark der Wunsch nach Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle den Diskurs prägt, wenn KI-Lösungen in komplexe Beschaffungsprozesse integriert werden sollen.Weiterlesen
Einkaufsgemeinschaften: BayObLG setzt klare Grenzen für die Auslegungsspielräume öffentlicher Auftraggeber
Die Entscheidung des BayObLG (Beschluss vom 07.05.2025 – Verg 8/24 e) betrifft einen hochaktuellen Streit zwischen zwei konkurrierenden Einkaufsgemeinschaften im Gesundheitswesen um die Vergabe von Beschaffungsdienstleistungen durch ein Klinikum. Die Entscheidung beleuchtet grundlegende Prinzipien wie den Beurteilungsspielraum, das Transparenzgebot und die ordnungsgemäße Dokumentation von Wertungsentscheidungen – mit weitreichenden Folgen für die Praxis öffentlicher Beschaffung im Gesundheitssektor, insbesondere bei Ausschreibungen mit hohem Qualitätsanteil und großem Ermessensspielraum. Schulungen, z.B. zur strukturierten Konzeptbewertung, sind dabei keine Kür, sondern Pflicht.Weiterlesen
Hohes Risiko bei Verzögerungen durch Nachprüfungsverfahren bei KHVVG-Projekten
Das Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) bringt tiefgreifende Veränderungen in der deutschen Krankenhauslandschaft mit sich. Im Rahmen der Umsetzung des KHVVG kommt es jedoch zu Herausforderungen, auch im Bereich der öffentlichen Auftragsvergabe. Denn vergaberechtliche Nachprüfungsverfahren können jede Planung ins Wanken bringen.Weiterlesen
Künstliche Intelligenz im Einkauf: Revolution durch KI-Agents und das Model Context Protocol von Anthropic
Die Digitalisierung hat den Einkauf grundlegend verändert. Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine zentrale Rolle, indem sie Prozesse automatisiert, Entscheidungen unterstützt und die Effizienz steigert. Ein besonders innovativer Ansatz ist der Einsatz von KI-Agents in Kombination mit dem Model Context Protocol (MCP) von Anthropic. Diese Technologien ermöglichen eine nahtlose Integration von KI in Einkaufsprozesse und eröffnen neue Perspektiven für Unternehmen.
WeiterlesenGefahr für Fördermittel im Krankenhausbereich: Wenn kleine Vergabefehler teuer werden
Gefahr für Fördermittel im Krankenhausbereich: Wenn kleine Vergabefehler teuer werden
In Zeiten wachsender Investitionsbedarfe sind Fördermittel für viele Krankenhäuser ein essenzielles Mittel zur Realisierung wichtiger Projekte. Ob Modernisierung von OP-Sälen, Digitalisierung der Pflegeprozesse oder Neubauprojekte – ohne Fördermittel geht oft nichts. Doch die Bedingungen für den Erhalt dieser Gelder sind streng. Und: Schon kleine Vergabefehler können zu massiven finanziellen Konsequenzen führen.Weiterlesen
Einkaufsgemeinschaften: Miniwettbewerbe bei Rahmenvereinbarungen notwendig
Rahmenvereinbarungen sind im Krankenhaussektor ein unverzichtbares Instrument, um den Beschaffungsprozess effizient, rechtssicher und wirtschaftlich zu gestalten. Einkaufsgemeinschaften spielen hierbei eine zentrale Rolle, indem sie Rahmenvereinbarungen gemäß § 103 Abs. 5 GWB für ihre Mitglieder ausschreiben. In der Regel handelt es sich um Rahmenvereinbarungen mit mehreren Auftragnehmern, wodurch mehrere Lieferanten für eine Warengruppe den Zuschlag erhalten. Um jedoch die Anforderungen der öffentlichen Auftragsvergabe zu erfüllen, sind die Krankenhäuser verpflichtet, vor der Vergabe eines Einzelauftrags einen sogenannten Miniwettbewerb durchzuführen.
Partnerschaft oder Pistole? Wie Berater mit Lieferanten umgehen
Der immense finanzielle Druck auf die Krankenhäuser erfordert Einsparungen auf verschiedenen Gebieten.
Manche Kliniken oder Krankenhausgruppen beauftragen externe Beratungsunternehmen mit der Entwicklung von Ideen für solche Einsparungen.
Die Wahl eines professionellen Beratungsunternehmens scheint jedoch oftmals eine schwierige Aufgabe zu sein.
Denn in Zeiten der Diskussion über die Sicherung der Lieferfähigkeit und der Nachhaltigkeit im Einkauf kommen offensichtlich einige Berater auf die uralte Idee, den Geschäftspartnern unter dem Mäntelchen einer Partnerschaft eine Pistole auf die Brust zu setzen.Weiterlesen
Neue Regelungen im Vergaberecht
Im Vergaberecht gibt es einige neue Regelungen, die bei Ausschreibungen zwingend beachtet werden müssen. Die Einführung der „eForms“ führt zu neuen Herausforderungen für die Auftraggeber. Ab dem 01. Januar 2024 gelten auch neue Schwellenwerte.Weiterlesen









