Update: Ad hoc Mitteilung: Neue EU-Schwellenwerte ab 2018

Nach Mitteilung des Forum Vergabe wurden am 18.12.2017 die Verordnungen zur Änderung der Schwellenwerte veröffentlicht:

Nach dem Bericht des Online-Magazins KOMMUNAL, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) herausgegeben wird, sollen in den kommenden Tagen neue EU-Schwellenwerte für 2018 bekannt gegeben werden.

Die neuen Schwellenwerte sollen demnach betragen:

– für Lieferungen und Dienstleistungen: 221.000,- EUR ohne Mehrwertsteuer (bisher 209.000,- EUR)
– für Bauaufträge: 5.548.000,- EUR ohne Mehrwertsteuer (bisher 5.225.000,- EUR)

Da die EU-Vorschriften durch Verweisung in den Vergabeverordnungen unmittelbar gelten, ist eine Umsetzung durch den deutschen Gesetzgeber nicht erforderlich, so dass die neuen Werte dann ab dem 1.1.2018 gelten würden.

Update vom 21.12.2017 / projectontime.de

Der (öffentliche) Kunde ist ein notwendiges Übel…

Diesen Eindruck haben immer mehr öffentlich-rechtliche Kliniken in Deutschland.

Der öffentliche Kunde ist für die Anbieter von Waren und Dienstleistungen in der Regel kein einfacher Kunde. Die Entscheidungsprozesse sind oft sehr langwierig und öffentliche Ausschreibungen für alle Beteiligten sehr aufwendig. Manchmal sind die Kunden selbst mit der Komplexität des Vergaberechtes überfordert, was die Situation weiter verschärft.

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Elektronische Rechnung wird verpflichtend eingeführt

Die EU-Richtlinie 2014/55/EU vom 26.05.2014 ist nun auch in Deutschland mit dem Beschluss des Bundeskabinetts vom 06. September 2017 in Kraft getreten. [1]

Das sog. „E-Rechnungsgesetz Bund“ bildet für alle öffentlichen Auftraggeber gleichermaßen verbindliche Rechtsgrundlage zum Empfang und zur Verarbeitung elektronischer Rechnungen. Damit sind auch öffentlich-rechtliche Kliniken und deren Lieferanten betroffen.Weiterlesen

EU-Kommission untersucht das Vergabewesen im Gesundheitsbereich

Die Umsetzung des europäischen Vergaberechtes durch Krankenhäuser gehört zu den Herausforderungen, mit denen sich insbesondere öffentlich-rechtliche Kliniken und deren Einkaufsgesellschaften intensiv beschäftigen (sollten). Durch die aktuelle Untersuchung der EU-Kommission der Vergabepraxis in deutschen Krankenhäusern rückt die Problematik intensiv in den Fokus.

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Mein Auto, mein Haus, mein… Ultraschallgerät

In vielen Kliniken hat sich über Jahre eingebürgert, dass Ultraschallgeräte personengebunden eingesetzt werden. So werden in einigen Häusern Ultraschallgeräte unterschliedlichen Alters von diversen Herstellern betrieben. Neben der Problematik der sehr kostenintensiven Wartung von Geräten, die teilweise nur selten gebraucht werden, können meist Sonden nicht an mehreren Geräten eingesetzt werden. Teure Spezialsonden, wie z.B. die TEE-Sonden, müssen mehrfach angeschafft werden.

Es stellt sich daher die Frage, ob auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten in den Häusern, tatsächlich hochwertige Ultraschallgeräte mit Top-Ausstattung unabhängig von deren tatsächlichen Auslastung teilweise redundand gehalten werden müssen. Auf der anderen Seite werden oft uralte Geräte eingesetzt, bei denen die Mediziner an ihre Grenzen stoßen.Weiterlesen

Quo Vadis Einkaufsgemeinschaften?

Die meisten Krankenhäuser in Deutschland sind angeschlossen an eine Einkaufsgemeinschaft.

Nach unterschiedlichen Schätzungen sollen in 2016 bis zu 400 Krankenhäuser die Einkaufsgemeinschaft gewechselt haben.
Werden von den rund 2.000 Häusern die privaten Krankenhäuser abgezogen, so wären es rund 30 % der Häuser.
In nur einem Jahr!

Der Grund für den Wechsel ist oft ganz einfach: Bessere Einkaufspreise bringen den Kliniken Einsparungen und verbessern deren finanzielle Lage. Es wird dabei oft unterstellt, dass eine Einkaufsgemeinschaft umso bessere Konditionen von der Industrie erhält, je mehr Krankenhäuser sie als Mitglieder gewonnen hat. Dies ist aber nicht zwingend richtig. Denn ohne die – seit Jahren immer wieder propagierte – Verbindlichkeit können keine hervorragende Konditionen angeboten werden. Das Prinzip ist ähnlich wie im privaten Leben: das wusste schon Loriot.

So kommt es oft dazu, dass einzelne Kliniken, die mit festen Abnahmemengen auf die Industrie zugehen, bessere Konditionen erhalten, als eine große Einkaufsgemeinschaft mit großen Potentialen.

Gibt es noch andere Gründe zum Wechsel der Einkaufsgesellschaft? Weiterlesen